Das Werkzeug: Die Kamera

Mein Equipment

Vollformat-Spiegelreflex Canon EOS 5D

In den letzten Jahren habe ich die Qualität meiner Vollformat-Spiegelreflex-Kamera Canon EOS 5D mit etlichen hochwertigen Optiken zu schätzen gelernt. Insbesondere der optische Sucher erleichtert die Bildgestaltung erheblich. Ein Fotorucksack mit dem Body und einigen Objektiven ist ein recht unandliches Gepäckstück. Diesen im Auto zu transportieren ist kein Problem, bei einer längeren Fahradtour stellt er jedoch schon eine nicht unerhebliche Belastung dar, bei längeren Fußwegen bleibt aus Bequemlichkeit die Kamera dann doch oft zu Hause

Kompaktkamera Lumix TZ-8

Aus diesem Grunde habe ich in der Vergangenheit als Taschenkamera eine hochwertige Kompaktkamera eingesetzt, zuletzt eine Lumix TZ-8 (mit einem Gewicht von 215 Gramm). Für Erinnerungsfotos und etliche Motive und Umgebungsbedingungen ist diese Kamera bei moderaten Auflösungen völlig ausreichend. Obwohl diese Kamera ein brauchbares Leica Objektiv mit einem gewaltigen Zoombereich (25-300 mm Kleinbild entsprechend), sowie die Möglichkeit einer manuellen Belichtungssteuerung bietet, hat sie auch ihre Grenzen. Insbesondere der sehr kleine Sensor (1/2,33″) sowie der fehlende Sucher stellen sich als limitierende Faktoren heraus.

Smartphone Samsung Galaxy S5neo

Für derartige Kompaktkameras sind die in Smartphones eingebauten Kameras zunehmend eine echte Konkurrenz. In vielerlei Hinsicht sind sie Kompaktkameras bereits überlegen (Verbindung ins Internet und damit zu sozialen Medien und Kommunikationsplattformen). Einfache Kompaktkameras wurden durch die Smartphones bereits komplett vom Markt verdrängt. Was derartige Kompaktkameras jedoch gegenübert den Smartphone-Kameras auszeichnet, ist das leistungsfähige Zoom-Objektiv, was nun mal nicht ins Smartphone paßt…

Systemkamera Nikon one V2

Die beiden beschriebenen Kameras sind für Aufnahmen bewegter Motive einfach zu langsam. Insbesondere der Fokus ist bei der Schärfenachführung überfordert. Eine Canon 5D Mk III besitzt einen wesentlich schnelleren Autofocus als meine 5D, ist aber genauso schwer und unhandlich wie diese. Ich habe mir also zusätzlich eine extrem leichte Kamera mit Wechselobjektiven und den professionellen Möglichkeiten der Steuerung einer Spiegelreflex-Kamera gesucht. Diese sollte sich gut handhaben lassen und einen Kompromiß zwischen der Kompakten und der Spiegelreflex-Kamera darstellen. Ein Sucher, für den Einsatz bei grellem Sonnelicht zwingend erforderlich, ist für mich ein Muß. Zudem sollte die Kamera einen schnellen Autofocus haben. Die Auflösung in Megapixeln ist für mich völlig uninteressant. In den meisten Fällen ist ohnehin die Optik der limitierende Faktor. Auch preislich sollte dieses System (das nur eine Ergänzung zum bestehenden System darstellt) im Rahmen bleiben… Auf umfangreiche Erweiterungsmöglichkeiten lege ich für die “Kleine” keinen großen Wert. Nach dem Vergeich der in Frage kommenden Systeme habe ich mich dann für ein Kit bestehend aus der Nikon 1V2, einem Nikkor VR 10-30 F: 1:3,5-5,6 (entspricht 26-80) sowie dem Nikkor VR 30-110 F: 1:3,8-5,6 (entspricht 80-290) und einer Festbrennweise (Nikkor 18,5 1:1,8) entschieden. Der Sensor (14,2 Megapixel) hat gegenüber dem Kleinbildformat einen Cropfaktor von 2,6. Dadurch bleiben die Optiken sehr klein und leicht. Natürlich hat ein kleinerer Sensor aufgrund physikalischer Rahmenbedingungen Nachteile für Bildqualität und Bild-Gestaltungsmöglichkeiten zur Folge. Das Display hat 0,92, der elektronische Sucher 1,4 Megapixel. Insbesondere der Sucher ist erstaunlich gut. Er zeigt das Bild verzögerungsfrei und auch bei schlechten Lichtbedingungen in ausreichender Qualität. Laut Datenblatt schafft die Kamera 15 Bilder pro Sekunde mit Nachführung der Schärfe, 60 Bilder je Sekunde ohne. Das komplette Kit hat inklusive einem Akku hat ein Gewicht von 639 Gramm. Das 24-105 1:4 L IS für meine 5D dagegen wiegt alleine 670 Gramm… Das Datenblatt verspricht die Möglichkeit, in HDTV zu filmen.

 

Überlegungen zu einem alternativen Kamerasystem

Alternativ zum gewählten System hatte ich über MFT zum Beispiel auf der Basis einer Lumix GX7 oder Olympus OMD-EM1 nachgedacht. Dieses System ist insgesamt leistungsfähiger als das Nikon-System. Der Sensor hat bei MFT einen Cropfaktor von 2,0 gegenüber Kleinbild. Würde ich mein Vollformat-Equipment ersetzen wollen, hätte ich mich dafür entschieden. Für MFT ist herstellerübergreifend eine Vielzahl leistungsfähiger Objektive und Bodies verfügbar Die Spanne reicht dabei von hoch professionell und damit teuer bis zur preiswerten Amateurlinse..
Als andere Alternative wären Systeme auf der Basis von APS-C wie z.B. Sony NEX bzw. Canon EOS-M in Frage gekommen. Auch diese Systeme haben aufgrund des größeren Sensors ein deutlich höheres Gewicht. Die Gewichtersparnis gegenüber meiner Vollformat-Ausrüstung wäre mir nicht hoch genug gewesen. Der Einsatz vorhandener Vollformat-Optiken an der EOS-M wirkt wenig sinnvoll…

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Anspruchsvolle Hobbyfotografie seit vielen Jahren wechselnde fotografische Schwerpunkte

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